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Die Deutsche Alpenstraße: Dritte Etappe von Ettal bis zum Tegernsee

Deutschland als Reiseziel… nie hätte ich gedacht, dass es mir so gut gefallen würde! Vier Tage lang ging es im Frühjahr über die Deutsche Alpenstraße, einmal quer durch Bayern. Beim Start meiner dritten Etappe liegen bereits zwei wunderbare Tage und viele tolle Landschaften und Eindrücke hinter mir. Die dritte Etappe startet am Morgen in Ettal nach einem fantastischen Frühstück in gemütlicher Stube. 135 Kilometer liegen heute vor mir. Mit dem Auto sehr überschaubar.  Dennoch hat es sich gelohnt, die Gesamtstrecke von knapp 500 Kilometern in kleinere Etappen aufzuteilen. Denn nur so bleibt wirklich Zeit, die Umgebung zu genießen und einige Orte ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Garmisch-Partenkirchen

Der heutige erste Stopp, Garmisch-Partenkirchen, ist bereits nach 20 Fahrminuten  erreicht. Wandern,  Wintersport oder Wellness, ein Besuch der Zugspitze, des Partnachklamms oder der Sprungschanze sowie ein Ausflug ins nur wenige Kilometer entfernte Österreich…keine Frage, hier könnte man Wochen verbringen. Für all‘ das habe ich diesmal leider keine Zeit mitgebracht. Dafür entscheide ich mich für einen kleinen Spaziergang durch den Ort, der am frühen Sonntagmorgen – wie zu erwarten – noch völlig leer ist. Eine gute Möglichkeit, in Ruhe die schönen, teils aufwendig bemalten Häuser zu bewundern.


Etwas später sitze ich wieder im Auto und fahre raus aus dem mittlerweile geschäftiger werdenden Garmisch-Partenkirchen. Die Deutsche Alpenstraße, die nach wie vor perfekt ausgeschildert ist, führt nun weiter über ruhige Landstraßen und durch bayerische Dörfer in Richtung Walchensee.

Häuser in einem bayerisches Dorf irgendwo zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Walchensee

Häuser in einem bayerischen Dorf irgendwo zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Walchensee

Walchensee

Um die 30 Kilometer hinter Garmisch-Partenkirchen erreiche ich schließlich den Walchensee, der mit seinen über 16 km² und einer Tiefe von über 190 Metern Deutschlands größter Gebirgssee ist. Ich bin sofort hin und weg. Der See ist riesig – hat eine Uferlänge von circa 27 Kilometern – und ist in der bergigen Kulisse einfach wunderschön. Ohne Zweifel eines der Highlights der heutigen Etappe! Parkplätze gibt es entlang des Ufers und so bietet es sich allemal an, hier ein wenig zu rasten.

Als ich mich endlich vom See losreißen kann, geht es am kleineren Kochelsee vorbei und dann weiter nach Bad Tölz, wo ich eine längere, späte Mittagspause eingeplant habe.

Bad Tölz

Bad Tölz erreiche ich nach einer  weiteren guten dreiviertel Stunde Fahrzeit. Ausreichend Parkplätze gibt es auf dem Zentralparkplatz P3 (Bockschützstraße), von wo es nur wenige hundert Meter zu Fuß bis in die Altstadt sind.

Bad Tölz liegt an der Isar und ist eine kleine, aber feine Stadt. Besonders schön ist die zentral gelegene Marktstraße, wo viele Häuserfassaden in den unterschiedlichsten (Pastell-) Tönen gehalten oder aufwendig bemalt sind. Von einigen Häusern wehen Flaggen in den bayerischen Landesfarben weiß und blau und alle paar Meter gibt es die Möglichkeit zur Einkehr in ein Café um die entspannte Altstadtatmosphäre ausgiebig genießen zu können. Besonders empfehlenswert ist daneben aber auch das schöne „Café Love“, das ganz in der Nähe und direkt an der Brücke über der Isar liegt.

Marktstraße in Bad Tölz

Marktstraße Bad Tölz

Häuserfassaden an der Marktstraße in Bad Tölz

Häuserfassaden an der Marktstraße in Bad Tölz

Sylvensteinsee

Nach der ausgedehnten Mittagspause in Bad Tölz geht es am frühen Nachmittag weiter in Richtung des heutiges Tagesziels. Ein weiterer Stopp entlang der Strecke war eigentlich nicht mehr geplant um noch ein wenig Zeit am Zielort, dem Tegernsee, verbringen zu können. Als die Deutsche Alpenstraße dann aber am strahlend blauen Sylvensteinsee mit dem wunderschönen Bergpanorama entlangführt, muss ich einfach nochmal anhalten und die Aussicht ein paar Minuten genießen.


Nach diesem kurzen Halt folgt dann die – aus meiner Sicht – am wenigsten schöne Teilstrecke der Alpenstraße bisher. Geschuldet ist dies wohl der kurvigen Straße, die ich heute mit vielen Motorradfahrern teile und die Tatsache, dass es nun bis zum Tegernsee tatsächlich keinen wirklich lohnenswerten Stopp mehr gibt.

Tegernsee

Die Ankunft am Tegernsee entschädigt die letzten Kilometer dann aber sofort. Überall stehen Obstbäume in voller, weißer Blüte und die Wiesen sind gelbe Blumenmeere.

Meine Unterkunft, das Landhaus Christl am See, in der Nähe von Bad Wiessee befindet sich in idyllischer Lage mit Blick auf den Tegernsee und ist alles, was ich mir gewünscht habe; ein urgemütliches, liebevoll eingerichtetes Haus mit Wellnessbereich und einem herzlichen Empfang.

Da das Wetter noch sonnig und angenehm ist, spaziere ich nach Bad Wiessee, wo es allerdings nichts Besonderes zu sehen gibt. Ich verweile also noch etwas am Ufer des schönen Tegernsees, wo der Tag entspannt bei einer Brezn und einem Bier ausklingt.

Haus Christl am See

Haus Christl am See

Tegernseeufer

Tegernseeufer

Nach einer guten Portion Schlaf und einem außergewöhnlich gutem Frühstück mit Lachs,  frischem, selbstgebackenen Brot, Früchten, Joghurt, Marmelade, Salaten, vielen weiteren Köstlichkeiten und der netten Gesellschaft des Hauseigentümers geht es am nächsten Morgen in aller Frische und Frühe auf zur letzten (und längsten) Etappe bis nach Ramsau im Berchtesgadener Land.

Der Bericht über meine vierte (und letzte) Etappe auf der Deutschen Alpenstraße folgt ganz bald auf dem Blog.

Hier geht’s zu den Berichten zur ersten und zweiten Etappe:

Hinweis: Der Beitrag enthält (unbezahlte) Werbung aufgrund  von Ortsnennungen und Hotelempfehlungen.

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