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Die perfekte 4-Tages-Route entlang der Highlights von São Miguel (Azoren)

Lagoa das Sete Cidades, São Miguel

São Miguel ist ein Naturparadies! Die größte Insel der Azoren, eines mitten im Atlantik liegenden Inselarchipels, weiß wirklich zu begeistern. Mit saftig grünen Wiesen, wie sie grüner nicht sein könnten, mit in Blau- und Grüntönen schimmernden Kraterseen, bunten Blumen, Steilküsten und dunklen Sandstränden, mit Teefeldern, blubbernden und sprudelnden Erdböden und heißen Quellen, kleinen Fischerdörfern sowie der Hauptstadt Ponta Delgada könnte die Kulisse von São Miguel kaum abwechslungsreicher sein. Die möglichen Aktivitäten reichen daher auch von Wanderungen und Stadtspaziergängen, über Wassersportarten und Walbeobachtungen bis hin zu erholsamen Bädern in heißen Thermalbecken.

Gerade bei einer ersten Reise nach São Miguel möchte man vielleicht besonders viele dieser Attraktionen sehen. So ging es mir zumindest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Reiseroute hier sehr hilfreich sein kann um die Insel Stück für Stück und ohne Hektik zu erschließen. Daher möchte ich heute gerne meine 4-Tages-Route entlang der Highlights von São Miguel mit euch teilen und hoffe, euch damit die Reiseplanung für São Miguel ein wenig zu erleichtern.

Allgemeine Reisetipps rund um São Miguel

Allgemeine Reiseinformationen und -tipps rund um die Azoren und die Insel São Miguel habe ich bereits in einem früheren Artikel mit euch geteilt. Daher fasse ich nur noch einmal kurz die wichtigsten Infos für das Touren über die Insel zusammen:

  • Allem voran: wer São Miguel flexibel und auf eigene Faust erkunden möchte, der ist auf ein Auto angewiesen. Das Busnetz ist nicht gut genug ausgebaut um auch entlegenere Orte zu erreichen. Aber keine Sorge! Das Autofahren auf der Insel ist zumeist entspannt, die Straßen sind in der Regel gut ausgebaut.
  • Es lohnt sich, eine Unterkunft in der Nähe von Ponta Delgada zu wählen. Nicht allein aufgrund der Nähe zum Flughafen, sondern insbesondere weil man von hier aus – vorausgesetzt man hat ein Auto – beste Verkehrsverbindungen in alle Regionen der Insel hat und weder zur Ost- noch zur Westküste von São Miguel erhebliche Strecken zurückzulegen sind.
  • Wenn du die portugiesische Sprache nicht beherrschst, kommst du meistens auch mit Englisch gut voran.
  • Sei für jedes Wetter vorbereitet! Das Wetter auf den Azoren ist sehr wechselhaft, wodurch es passieren kann, dass man gefühlt mehrere Jahreszeiten an einem Tag durchlebt. Auch kann das Wetter an verschiedenen Orten der Insel ganz unterschiedlich sein. Über die App SpotAzores kann man vorweg schauen, welcher Teil der Insel der aktuell sonnigste ist oder ob sich beispielsweise die Fahrt zu den Kraterseen lohnt (wenn sie in den Wolken verschwinden, sieht man nämlich nichts).
  • Bleib‘ in deiner Route flexibel. Die hier angegebene Route ist als Orientierung zu verstehen. Wenn der erste Reisetag ein Regentag ist, macht es einfach wenig Sinn zum Lagoa das Sete Cidades oder auch zum Lagoa do Fogo zu fahren. Dann ist es ratsam, auf eine andere Option umzusteigen (zum Beispiel Ponta Delgada und die Ananasplantage zu besichtigen).

Kurzer Überblick über die 4-Tages-Route auf São Miguel

  • Tag 1: Lagoa do Canário – Lagoa das Sete Cidades – Sete Cidades (Ort) – Mosteiros – Ananasplantage in Ponta Delgada
  • Tag 2: Lagoa do Fogo – Caldeira Velha und Wasserfall Salto do Cabrito – Teeplantage Gorreana – ggf. Lagoa do Congro
  • Tag 3: Furnas – Faial da Terra – Ostküste mit Nordeste
  • Tag 4: Ponta Delgada – Wanderung

São Miguel Reiseroute Tag 1: Lagoa do Canário – Lagoa das Sete Cidades – Sete Cidades – Mosteiros – Ananasplantage in Ponta Delgada

Sich das Beste bis zum Schluss aufzuheben, ist nicht immer die klügste Option und tatsächlich würde ich hierzu auf São Miguel nicht raten. Um den Lagoa das Sete Cidades, der auf der „Must-See“-Liste wohl aller Azorenbesucher steht, in seiner vollen Pracht zu bewundern, ist man auf einigermaßen gutes Wetter angewiesen. Denn wenn sich dichte Wolken und Nebel über den See legen, dann ist von diesem schlichtweg nicht mehr viel zu sehen. Es wäre also schade, diese besondere Sehenswürdigkeit von São Miguel aufzuschieben und dann vielleicht nicht mehr das Glück eines guten, insbesondere wenig wolkigen, Wetters genießen zu können. Lange Rede, kurzer Sinn: ich empfehle dieses Highlight so früh wie möglich in die Reiseroute einzubauen. Und daher geht es auch für uns gleich am ersten Tag zu der Sehenswürdigkeit, die man wohl auch am ehesten von Bildern der Azoren kennt: dem Kratersee von Sete Cidades.

Lagoa do Canário und der Miradouro da Boca do Inferno

Bevor es aber zum Lagoa das Sete Cidades geht, steuern wir von Ponta Delgada kommend zunächst den kleineren See Lagoa do Canário an, der quasi auf dem Weg liegt. Von hier aus gelangt man über einen kurzen Fußweg zu einem der schönsten Aussichtspunkte von São Miguel, dem Miradouro da Boca do Inferno.

Der Lagoa do Canário ist ausgeschildert. Zum Parken gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder fährt man durch das Tor auf der rechten Straßenseite hindurch und folgt der Straße bis zum Ende (Vorsicht! Die Toreinfahrt hat Öffnungszeiten! Wer den Parkplatz zu spät verlässt, kommt mit dem Auto vielleicht nicht mehr raus.) oder man parkt auf dem Parkplatz direkt an der Hauptstraße, von wo es noch ein Fußweg von etwa 15-20 Minuten bis zum Aussichtspunkt ist. Der Miradouro da Boca do Inferno ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Insel, was sich auch an den Besucherzahlen bemerkbar macht. Es lohnt sich, hierhin schon früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag zu kommen.

Aussicht über den Lagoa das Sete Cidades

Ein Highlight von São Miguel: der Aussichtspunkt Miradouro da Boca do Inferno

Hihghlight auf São Miguel: Miradouro da Boca do Inferno

Die Wolken zogen schnell am Miradouro da Boca do Inferno. Nach wenigen Minuten war die Sicht wieder klar.

Mein Tipp: Wenn der See wolkenverhangen ist, lohnt es sich, ein Weilchen abzuwarten. Bei unserer Ankunft war der See nicht sichtbar und alles (inklusive uns) war in weiße Wolken gehüllt. Aber die Wolken zogen schnell und so waren uns zwischenzeitlich auch tolle Aussichten über diese einzigartige Landschaft gegönnt.

Miradouro Vista do Rei und der Ort Sete Cidades

Weiter geht es zu einem ebenso beliebten wie bekannten Aussichtspunkt von São Miguel, dem Miradouro Vista do Rei. Hierfür folgen wir einfach der Straße, auf der wir gekommen sind, weiter. Auch dieser Aussichtspunkt ist ausgeschildert und aufgrund von ankommenden Besuchern kaum zu verpassen.

Am Miradouro Vista do Rei hat man einen fantastischen Blick über den gesamten Lagoa das Sete Cidades – für viele das Highlight auf São Miguel. Der See teilt sich in zwei Teilseen auf, durch die eine Straßenbrücke verläuft (auf dem Bild unten zu sehen). Der größere und nördlichere der beiden Teilseen ist der sogenannte Lagoa Azul (portugiesisch für „blauer See“), den kleineren, südlicheren See nennt man Lagoa Verde (portugiesisch für „grüner See“).

Miradouro Vista do Rei, São Miguel

Was für eine Aussicht am Miradouro Vista do Rei!

Vielleicht hast du schon von einem verlassenem Hotel auf São Miguel gehört? Dieses befindet sich direkt am Aussichtspunkt Miradouro Vista do Rei und ist ein wunderbares „Lost Place“- Fotomotiv. Leider sind mittlerweile jedoch die Zugänge zu dem alten Hotel zugemauert und das Betreten des – auch nicht mehr ganz stabil wirkenden – Gemäuers verboten.

Daher geht es für uns ohne Besuch des Hotels nun hinunter Richtung See und in die sehr ruhigen und beschaulichen Sträßchen des Ortes Sete Cidades. Hier vertreten wir uns ein wenig die Füße und schauen uns die schöne Kirche Igreja de São Nicolau an.

Igreja de São Nicolau in Sete Cidades

Igreja de São Nicolau im Ort Sete Cidades

Es gibt auch einen Wanderweg vom Miradouro Vista do Rei hinunter in den Ort Sete Cidades. Der Weg ist am Parkplatz des Aussichtspunktes Vista do Rei ausgeschildert, ist jedoch keine Rundwanderung, so dass der Rückweg von Sete Cidades bestenfalls vor der Wanderung geklärt sein sollte.

Mosteiros

Als nächstes fahren wir von Sete Cidades weiter in Richtung Westküste. Wir steuern den Ort Mosteiros an, der den Charme eines urigen Fischerdorfs versprüht. Es gibt einen Dorfplatz neben einer Kirche, von dem aus man in verschieden kleine Straßen einbiegen kann. Wir entscheiden uns für die Straße Richtung Meer.

Westküste bei Mosteiros auf São Miguel

Westküste bei Mosteiros

Im Anschluss essen wir ein spätes Mittagessen mit frischen Meeresfrüchten in einem der wenigen – und sehr einfachen – Restaurants im Ort, das „Américo de Barbosa“.

Ananasplantage in Ponta Delgada

Mit gefüllten Mägen geht es zurück Richtung Ponta Delgada, wo wir den Tag mit einem Besuch auf der Ananasplantage „Arruda Pineapple Plantation“ abschließen. Mein Tipp: Im Shop neben den Gewächshäusern unbedingt den köstlichen Ananaslikör probieren!

Ananasplantage Arruda Pineapple Plantation

Ananas

São Miguel Reiseroute Tag 2: Lagoa do Fogo – Caldeira Velha und Salto do Cabrito – Teeplantage

Lagoa do Fogo

Auch heute machen wir uns zunächst auf zu einem der größeren Kraterseen der Insel, dem Lagoa do Fogo (portugiesisch für „Feuersee“), der auf einer Höhe von 575 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Ganz São Miguel ist gespickt von „Miradouros“ (portugiesisch für „Aussichtspunkt“) und so wundert es nicht, dass wir auch diesmal hoch hinaus fahren um die beste Aussicht auf den Kratersee zu finden. Wir halten zunächst am Miradouro da Barrosa. Hier oben ist es deutlich kühler und windiger als an der Küste. Als wir ankommen hängt zudem eine dicke Wolkendecke über dem Kratersee, welche die Farben des Sees in diesem Moment leider etwas matt erscheinen lässt. Mein Tipp: Vor der Anfahrt in die Wetter-App SpotAzores schauen, denn darin gibt es aktuelle Webcam-Bilder vom Lagoa do Fogo.

Lagoa do Fogo, São Miguel

Dichte Wolken über dem Lagoa do Fogo – wie schön er wohl im Sonnenschein sein muss!

Trotz Wolken ist die Aussicht über den Lagoa do Fogo spektakulär! Entlang der Hauptstraße halten wir noch einige Male an weiteren Aussichtspunkten, die den See jeweils von einem anderen Winkel zeigen.

Wer Zeit und Lust hat, kann auch zum Lagoa do Fogo wandern (hier ein Routenvorschlag).

Caldeira Velha und Salto do Cabrito

Wir folgen der Hauptstraße nun noch weiter in Richtung Ribeira Grande. Nach etwa sechs Kilometern und einer starken Linkskurve erreichen wir die Caldeira Velha – ein Naturschutzpark, in dem man unter einem Wasserfall in warmen Thermalquellen baden kann. Obwohl der Park Eintritt kostet, ist er bei unserer Ankunft sehr gut besucht. Deswegen entscheiden wir spontan, den Park auszusparen und zu der nächsten, hoffentlich weniger besuchten, Sehenswürdigkeit ganz in der Nähe zu fahren – dem Wasserfall Salto do Cabrito. Und tatsächlich treffen wir am Wasserfall sowie auf einem kurzen Naturpfad durch üppiges Grün auf nur wenige Leute. Und der Wasserfall ist wirklich wunderschön!

Wasserfall Salto do Cabrito

Miradouro de Santa Iria

Auf dem Weg zum nächsten Highlight der Insel – der Teeplantage Gorreana – passieren wir einen weiteren tollen Aussichtspunkt von São Miguel, den Miradouro de Santa Iria. Hier anzuhalten und die fantastische Aussicht über den Atlantik und die grüne Nordküste von São Miguel zu bestaunen, lohnt sich allemal!

Miradouro Santa Iria, São Miguel

Miradouro Santa Iria, São Miguel

Miradouro de Santa Iria

Teeplantage „Cha Gorreana“

Nach etwa sieben Kilometern Weiterfahrt erreichen wir die Teefabrik Chá Gorreana (Chá ist portugiesisch für „Tee“). Die Besichtigung der Fabrik ist kostenlos, ebenso wie die Teeverkostung am Ende des kleinen Rundgangs durch die Fabrik. Aber was wäre ein Besuch der Teefabrik ohne Spaziergang durch die wunderschönen, grünen Teefelder? Direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite der kleinen Fabrik, beginnt der etwa 3,5 Kilometer lange Rundwanderweg durch die üppigen Teeplantagen. Der Weg ist anfangs steil, aber die Aussicht über die idyllische Azorenlandschaft, die oben auf uns wartet, ist einfach ein Traum! Hier verweilen wir ein wenig und kosten die Ruhe und Idylle voll aus.

Aussicht bei Gorreana, São Miguel

Wunderschöne Aussicht auf dem Rundwanderweg durch die Teefelder von Gorreana

Teefelder in Gorreana, São Miguel

Teefelder in Gorreana

Teefelder in Gorreana

Wanderung Cha Gorreana

Traumhafter Ausblick entlang des Rundwanderweges durch die Teefelder von Gorreana

Nach so vielen Eindrücken machen wir uns nach dem Besuch der Teeplantagen auf den Rückweg nach Ponta Delgada. Hierfür fahren wir von Gorreana aus einmal quer über die Insel – von der Nord- auf die Südseite – und vorbei am Kratersee Lagoa do Congro. Wer noch Zeit und Lust auf ein wenig Bewegung hat, kann hier den Weg zum Seeufer hinunterspazieren. Ansonsten ist der See durch die umgebende Bewaldung leider nicht zu sehen.

São Miguel Reiseroute Tag 3: Furnas – Faial da Terra – Ostküste mit Nordeste

Furnas

An Tag 3 unserer Reiseroute entlang der Highlights von São Miguel erkunden wir den Osten der Insel. Unser erstes Tagesziel ist Furnas bzw. der Lagoa das Furnas, ein weiterer Kratersee, der jedoch mit den bisher besuchten Kraterseen aus meiner Sicht nicht so ganz mithalten kann.  Wir spazieren ein wenig entlang des Südufers des Sees. Wer ein größeres Zeitkontingent zur Verfügung hat, kann den See auch entlang eines etwa 10 Kilometer langen Wanderweges umrunden.

Die beste Aussicht über den Lagoa das Furnas hat man aber am Miradouro Pico do Ferro. Die Abzweigung zu diesem Aussichtspunkt liegt – mit dem Auto –  unweit vor dem Ortseingang von Furnas (auf der Straße zwischen Furnas und São Bras an der Nordküste.)

Lagoa das Furnas

Blick auf den Lagoa das Furnas vom Aussichtspunkt Pico do Ferro

Allee in Furnas

Allee am Lagoa das Furnas

Als nächstes erreichen wir die Caldeiras von Furnas am Nordufer des Sees. Dicke Dampfwolken steigen hier aus blubbernden, sprudelnden und brodelnden Erdlöchern empor. Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft. Hier ist es auch, wo der sogenannte „Cozido das Furnas“ zubereitet wird, ein Eintopf, der im wahrsten Sinne des Wortes unterirdisch, nämlich  im heißen vulkanischen Boden, über Stunden gegart wird.

Highlight in São Miguel: Caldeiras von Furnas

Hier blubbert und brodelt die Erde – die Caldeiras von Furnas.

Cozido das Furnas São Miguel

In diesen Erdlöchern kocht jeweils der Cozido das Furnas.

Nach dem Besuch der Caldeiras spazieren wir durch die beschaulichen Straßen von Furnas. Ein weiteres Highlight von Furnas ist der Terra Nostra Park, ein botanischer Garten mit einem warmen Thermalbecken, in dem man in braunem Thermalwasser – in bestenfalls alter Badebekleidung! – baden und entspannen kann.

Faial da Terra

Wir verzichten heute auf das heiße Bad und begeben uns noch weiter Richtung Osten der Insel. Von der Hauptstraße aus machen wir einen Abstecher nach Faial da Terra, das wir über eine kurvenreichen Straße erreichen. Auch Faial da Terra ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wanderungen – beispielsweise zum Wasserfall Salto do Prego.

Wir spazieren durch den kleinen Ort Faial da Terra in Richtung Meer. Zur Mittagszeit begegnen wir hier kaum einem anderen Menschen, auch Autos kommen uns nur sehr wenige entgegen. Alles ist ruhig. Vom Meer aus hören wir die Klänge eines Berimbaus (brasilianisches Instrument), ansonsten nur das Rauschen des Meeres.

Kirche in Faial da Terra

Die Kirche in der Idylle von Faial da Terra

Straße in faial da Terra

Straße im authentischen, wenig touristischen Faial da Terra

Küste bei Faial da Terra

Der „Strand“ von Faial da Terra

Ich verliebe mich sofort in Faial da Terra, diesem kleinen, idyllischen Ort am Meer, an dem nur an zwei Tagen in der Woche ein Bus hält, in den sich nur wenige Touristen verirren und der an angenehmer Beschaulichkeit, Ruhe und friedlicher Atmosphäre kaum zu übertreffen ist.

Ostküste und Nordeste

Schließlich fahren wir weiter. Die Fahrt entlang der Ostküste ist wirklich schön. Immer wieder kann man tolle Blicke auf den Atlantik erhaschen, unter anderem am Miradouro Ponta da Madrugada.

Ponta da Madrugada

Ponta da Madrugada

Noch lohnenswerter ist aber der Halt am Miradouro Ponta do Sossego, der eher einer sehr gepflegten, blumigen Parkanlage gleicht. An Picknickplätzen kann man hier eine Pause einlegen und dabei wirklich wunderschöne Aussichten über die Küste von São Miguel genießen – und ja, man merkt mittlerweile wohl schon, dass São Miguel an schönen Aussichtspunkten kaum zu übertreffen ist. 😉

Ponta do Sossego São Miguel

Die gepflegte Parkanlage am Ponta do Sossego.

Ponta do Sossego São Miguel

Ponta do Sossego

Zur nächsten Sehenswürdigkeit von São Miguel folgen wir einfach der Straße Richtung Nordeste weiter. Am Ortseingang von Nordeste parken wir das Auto. Wir haben schon von der Straße aus den schönen rot-weißen Leuchtturm, den Farol Ponta do Arnel, erblickt. Eine sehr, sehr steile und enge Straße führt zum Leuchtturm hinunter. Wer mutig ist, der fährt, wer sportlich ist, der geht zu Fuß (ich würde letzteres aber unbedingt empfehlen 🙂 ).

Farol Ponta do Arnel

Blick auf den Farol Ponta do Arnel

Farol Ponta do Arnel

Küste am Farol da Ponta do Arnel

Durch den Ort Nordeste fahren wir am späten Nachmittag nur noch mit dem Auto durch und treten von dort die Rückkehr nach Ponta Delgada an.

São Miguel Reiseroute Tag 4: Ponta Delgada – Wanderung

Ponta Delgada

Den letzten Tag auf São Miguel starten wir mit einem gemütlichen Spaziergang durch Ponta Delgada. Da der historische Kern der Stadt in seiner Größe sehr überschaubar ist und man sich daher nicht besonders schnell verlaufen kann, schlendern wir einfach bis mittags durch die Straßen und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Wir besuchen die Markthalle Mercado do Graça, wo wir eine auf der Insel gewachsene Ananas mitnehmen, die wir uns am Abend schmecken lassen. Wir holen uns einen Snack in einer Bäckerei und flanieren zum Hafen.

Ponta Delgada São Miguel Azoren

Straße in Ponta Delgada, der Hauptstadt von São Miguel

Mercado da Graça in Ponta Delgada

Die Markthalle Mercado da Graça in Ponta Delgada

Ananas von São Miguel Azoren

Die auf der Insel gewachsenen Ananas sind köstlich – unbedingt probieren!

Wanderung

Der letzte Nachmittag eignet sich perfekt für eine kleine Wanderung. Wir entscheiden uns für einen Rundweg ganz in der Nähe des Lagoa do Canário, an dem wir bereits am ersten Tag unserer Reiseroute waren.

Die etwa 5 Kilometer lange Wanderung startet am Parkplatz des Lagoa do Canário und führt vorbei an verschiedenen, kleineren Kraterseen. Leider bekommen wir von diesen heute nicht viel zu sehen, da sich dichte Wolken über die Umgebung legen. Die Atmosphäre hat etwas mystisches, geheimnisvolles, manchmal auch etwas unheimliches an sich und ist – auch ohne weitere Aussichten – ein Erlebnis.

Wandern am Loagoa do Canário

Wandern in den Wolken…

Nebel Wald São Miguel Azoren

Mystische Atmosphäre bei einer Wanderung durch den nebelverhangenen Wald

Nebel Wald São Miguel Azoren

Natürlich kann und sollte der letzte Tag für genau das genutzt werden, was man bis hierhin noch nicht gesehen und erlebt hat, für Orte, in die man tiefer eintauchen möchte oder für besondere Ausflüge wie eine Walbeobachtung, Wassersport oder auch für Entspannung in heißen Quellen.

Auch wenn die 4-Tages Route entlang der Highlights von São Miguel natürlich nicht alle schönen Orte oder gar Aktivitäten abdecken kann, so hat sie uns doch einen guten Überblick über die Insel verschafft und uns einen Eindruck gegeben, was wir bei einer nächsten Reise nach São Miguel noch alles unternehmen wollen. Für uns sind das auf jeden Fall verschiedene Wanderungen und vielleicht eine Walbeobachtung. Was ist es bei dir?

 

Hast du noch Fragen zu der Route oder weitere Vorschläge? Dann schreib‘ dies doch gerne in einen Kommentar.

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