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Die Deutsche Alpenstraße: Zweite Etappe von Füssen bis Ettal

Meine erste Tagesetappe auf der knapp 500 Kilometer langen Deutschen Alpenstraße führte mich bereits von Lindau im Bodensee bis Hopfen am See und hat mich wirklich schwer begeistert! Sanfte Hügel, weite Wiesen, blühende Obstbäume und in der Sonne glitzernde Seen… schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können! Meine zweite Etappe sollte mich nun nach einer Nacht in Hopfen am See in die nur 5 Kilometer entfernte Altstadt von Füssen, dann weiter nach Hohenschwangau und zum Schloss Neuschwanstein und von dort schließlich bis zum etwa 50 Kilometer entfernten Ettal führen.

Bevor es am Morgen nach einem fantastischen Frühstück in Hartung’s Hotel Dorf aber weiter nach Füssen ging, habe ich mir erstmal ein paar Minuten frische Morgenluft am wunderschönen Hopfensee gegönnt.

Hopfensee

Hopfensee am Morgen

Füssen

Füssen war anschließend schon in kaum mehr als fünf Fahrtminuten erreicht. Am Morgen war die Altstadt noch wenig besucht und daher angenehm ruhig (zwei Stunden später änderte sich das schnell). Und so konnte ich in Ruhe durch die kleinen Gässchen mit ihren hübschen, bunten Häusern spazieren.

Aussicht vor dem Franziskanerkloster in Füssen

Aussicht vor dem Franziskanerkloster

Altstadt von Füssen

Altstadt von Füssen

Schloss Neuschwanstein

Weiter ging es am Vormittag in Richtung Hohenschwangau, wo sich sowohl das Schloss Hohenschwangau als auch das – wohl bekanntere – Schloss Neuschwanstein befinden. Wer mit dem Auto anreist, findet in Hohenschwangau zahlreiche ausgeschilderte (aber leider auch sehr enge) Parkplätze. Spätestens hier, wo auch eine Menge großer Reisebusse halten, merkt man schnell, dass man die Schlösser, insbesondere Neuschwanstein, mit vielen, vielen (!) anderen Menschen teilen wird.

Da ich schon einmal am Schloss Neuschwanstein war, dort aber keinen Winkel gefunden habe, es aus einer guten Perspektive zu fotografieren (ist eben schwierig, wenn man direkt davor steht), war mein heutiges Ziel die Marienbrücke, von der es tolle Aussichten auf  Schloss Neuschwanstein geben sollte. Der Weg zur Marienbrücke ist am Fuße des Hügels auf dem Neuschwanstein thront, neben dem Weg, der direkt zum Schloss führt, gut ausgeschildert und dauert etwa 30-40 Minuten. Alternativ gibt es auch einen Bus zur Marienbrücke. Die Vorteile des Fußweges, für den ich mich entschied, wurden später aber noch deutlich.

Ich selbst dachte ja bis zu meiner Ankunft an der Marienbrücke noch ganz naiv, dass diese ein Geheimtipp ist. Machen wir es kurz: sie war es definitiv nicht!

Sieht nach vielen Menschen aus? Stimmt! Zu diesem Moment hätte man aber fast noch von einer „leeren“ Brücke sprechen können, da es noch kein Vergleich zu dem Moment war, als der Bus aus Hohenschwangau ankam und Menschen über Menschen ausspuckte, die sich vor der Brücke in langer Reihe anstellten. Sollte man sich also für den Fußweg entscheiden, hat man immerhin die gute Chance, zu einem anderen Zeitpunkt an der Brücke anzukommen als die meisten anderen Menschen, die den Bus nehmen.

Wenn die über einer tiefen Schlucht hängende, hölzerne Marienbrücke mit vielen drängelnden Menschen mir auch ein wenig Adrenalin durch den Körper pumpte, so haben sich die Strapazen für den fantastischen Ausblick aber allemal gelohnt!

Der Fußweg zurück ins Dorf führte dann doch noch direkt am Schloss vorbei und bot schöne Aussichten über die Landschaft.

Nach einem überteuertem und nicht mal besonders gutem Kaiserschmarrn in Hohenschwangau, ging es dann schließlich auf der Deutschen Alpenstraße weiter.

Bis Ettal war es nicht weit, daher machte ich unterwegs einen kleinen Umweg zur Wieskirche, die eine bekannte Wallfahrtskirche ist und mir als Sehenswürdigkeit empfohlen wurde. Leider konnte ich die Kirche wegen eines Gottesdienstes nicht betreten. Mir fiel aber wohl auf, dass ich den Altersdurschnitt unter den Besuchern doch erheblich senkte. 😉

Weiter ging es also in Richtung der heutigen Zieletappe Ettal, die ich gegen frühen Nachmittag erreichte.

Ettal

Im Zentrum der kleinen Gemeinde Ettal, etwa 15 Kilometer nördlich von Garmisch-Partenkirchen, liegt das Kloster Ettal. Man kann es in dem kleinen Ort sicherlich nicht übersehen und ein – zumindest kurzer – Besuch lohnt sich.


Abgesehen von dem Kloster hat der Ort an sich nicht viel zu bieten. Aber manchmal ist das auch gar nicht so schlimm. Mein Hotel für die Nacht, das Hotel Blaue Gams, war nicht nur von innen urgemütlich, sondern bot von der Terrasse aus auch den allerbesten Blick auf das Kloster und den Ort Ettal. Die Sonne und bayrische Kulinarik taten zudem ihr Übriges um den Tag noch perfekt ausklingen zu lassen.

Ein Bericht über meine dritte Etappe auf der Deutschen Alpenstraße (Ettal bis Tegernsee) folgt demnächst auf dem Blog.

Hier geht’s zum Bericht der ersten Etappe auf der Deutschen Alpenstraße:

 

Hinweis: Der Artikel enthält (unbezahlte) Werbung aufgrund von Ortsnennungen und Hotelempfehlungen.

 

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