Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tirol

Tirol: Wanderung zur Amberger Hütte im Ötztal

Es sollte die erste Wandertour im Ötztal werden. Eine Wanderung, die nicht zu schwer und selbst für den eher ungeübten Wanderer zu bewältigen sein sollte. Die neuen Wanderschuhe wollten vorsichtig getestet werden, zudem sollte der Muskelkater nach der Tour im Rahmen bleiben, so dass keine Gefahr bestand, in den nächsten Tagen kaum einen Fuß vor den anderen setzen zu können. Wir starteten auf dem Parkplatz des beschaulichen Örtchens Gries (1600 m) in frischer Morgenluft und unter blauem Himmel, während uns die ersten Sonnenstrahlen des Tages schon auf der Nase kitzelten. Als Etappen des heutigen Tages waren die Sulztalalm auf 1898 Höhenmetern und die Amberger Hütte auf 2135 Höhenmetern geplant.

Innsbruck: Von einem perfekten Start in den Tag

Da war ich also endlich! Quietschend stoppt der Zug gegen 9 Uhr im übersichtlichen Innsbrucker Bahnhof. Ich bin mittlerweile seit 13 Stunden unterwegs. Schon gestern Abend habe ich den Zug nach Düsseldorf genommen um von dort mit dem ICE weiter nach München zu fahren. Obwohl ich im Zug fast am Sitz festfror (da soll nochmal jemand sagen, die Bahn spart an Klimaanlagen…), schaffte ich es in München rechtzeitig, mich aus der Eiszeit zu befreien und müde zur Bimmelbahn zu schlurfen, die mich zu einer weiteren Bimmelbahn und schließlich ans Ziel kutschierte.

Tirol at its Best – Wanderung von Obergurgl zur Hohen Mut Alm (2670 m)

Wo soll man hier nur anfangen? Bei dem wunderschön ruhigen Zirbenwald, bei den unendlich weiten, saftig-grünen Bergwiesen oder den bunten Blumen darauf? Bei den Pfiffen der Murmeltiere, bei den blendend-weißen Gletschern, der wohlverdienten zünftigen Mahlzeit auf der Alm oder bei dem Offensichtlichen: den unschlagbaren Ausblicken über die Tiroler Berge? Entscheidet selbst!

Spektakuläre Aussichten – Kommt mit zur Bielefelder Hütte in Hochötz, Tirol

“Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.” (Josef Hofmiller) Es sind 10.15 Uhr am Morgen, ich bin erst seit einer halben Stunde unterwegs, Schweißperlen stehen mir auf der Stirn und auf der Oberlippe, mein Atem geht schnell, alle paar Minuten gönne ich mir ein kleines Päuschen um kurz durchzuatmen. Das anfängliche Unbehagen, allein in den tiefsten Wald hineinzuwandern, ist so gut wie vergessen, die Konzentration darauf, nicht über eine Wurzel oder einen Stein zu stolpern, überwiegt. Meine Schritte erklingen dumpf auf dem Waldboden. Noch ein paar Meter weiter und ich sehe Licht durch das Dickicht des Waldes und tatsächlich! Ich bewege mich auf eine Lichtung und die ersten geraden Meter Boden seit dem Losgehen zu. Wenige Meter weiter wird die Müh‘ des Hochgehens zum ersten Mal belohnt, mit einem Blick über den saftig-grünen Wald, durch den ich mich gerade einige hundert Höhenmeter hochgekämpft habe. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, wie viel besser es sogar noch werden würde. So viel besser!