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Seychellen – Reiseroute und Reisetipps

Wie wäre es mit einer kleinen Gedankenreise? Träume dich an den perfekten Strand. Du spürst die Wärme der Sonne auf deiner Haut, eine leichte Brise streift die Härchen an deinen Armen. Du spürst sanft den weichen Puderzuckersand zwischen deinen Zehen und lauschst dem Rauschen des Meeres und der Wellen, die immer wieder in das Ufer einlaufen. Du nimmst einen tiefen Atemzug und riechst das salzige Meereswasser. Um dich etwas abzukühlen, bewegst du dich in den kühlen Schatten einer Palme und genießt die Aussicht auf den Indischen Ozean und auf die großen abgerundeten Granitfelsen, die so typisch für diesen Ort sind. In der Ferne siehst du die Umrisse einer weiteren kleinen Insel. Genieß den Augenblick noch einen Moment und komme dann mit den Gedanken dorthin zurück, wo auch immer du jetzt bist. Ich verrate dir was: du warst gerade für einen kurzen Moment auf den Seychellen.

Wegträumen kann so schön sein, aber noch viel schöner ist es, die Seychellen wahrhaftig zu erleben. Denn auf den Seychellen – bestehend aus insgesamt 115 Inseln vor der Ostküste Afrikas inmitten des Indischen Ozeans – werden solch‘ paradiesisch klingende Inselträume wahr. In diesem Beitrag zeige ich dir die optimale Route für ein zweiwöchiges Inselhopping auf den Seychellen und verrate dir nützliche Infos und Tipps für deine Reiseplanung (inkl. beispielhafte Übersicht über die Kosten).

Route für ein Inselhopping auf den Seychellen

115 Inseln? Das klingt erstmal nach einer großen Herausforderung, auf welche Insel es gehen soll. Aber keine Sorge! Insbesondere bei einer ersten Reise auf die Seychellen bietet es sich an, mit den drei Hauptinseln der Seychellen – Mahé, Praslin und La Digue – zu beginnen.

Die Reiseroute im Überblick

  • Hinflug von Deutschland nach Mahé ; nach der Ankunft mit der Fähre nach Praslin übersetzen
  • Praslin (5 Nächte)
  • La Digue (4 Nächte)
  • Mahé (5 Nächte)
  • Rückflug von Mahé nach Deutschland

Hinweis: Auch wenn sich die Anreise durch die sofortige Weiterreise nach Praslin noch ein wenig verlängert, ist es dennoch ein großer Vorteil, Mahé als letzte Insel des Inselhoppings einzuplanen, denn von dort wird auch der Flieger in Richtung Deutschland wieder abheben. So bist du am Tag deiner Abreise nicht auf eine Fähre angewiesen und kommst vermutlich entspannter am Flughafen an.

Inselhopping auf den Seychellen – die drei Hauptinseln

Praslin

Von den drei Hauptinseln der Seychellen ist Praslin die Zweitgrößte. Mit gerade einmal 12 Kilometern Länge und 5 Kilometern Breite ist sie angenehm überschaubar. Praslin ist berühmt für seine Traumstrände, die vielfach (zu Recht!) als die Schönsten der Welt gekürt wurden. Neben Traumstränden beheimatet Praslin, als auch ihre kleine Schwesterninsel Curieuse, als einzige Insel der Welt die sogenannte Seychellenpalme mit ihrer Coco de Mer – die größte Kokosnuss der Welt. Nur hier kann man durch dichten, grünen Dschungel streifen und sie bewundern. Apropos Curieuse: wenn dir Traumstrände und die einzigartige Flora und Fauna nicht genug sind, hast du auf Curieuse die Möglichkeit, Riesenschildkröten ganz nahe zu kommen, sie zu füttern und ihre gemächlichen Bewegungen zu bewundern.

Anse Lazio, einer der schönsten Strände der Seychellen

Anse Lazio, einer der schönsten Strände der Seychellen

Dschungel Praslin

Tropischer Dschungel auf Praslin – hier wächst die Coco de Mer.

Riesenschildkröten auf Curieuse

Auf Du und Du mit Riesenschildkröten

La Digue

Auch die kleinste der drei Seychellen-Hauptinseln trumpft mit wunderschönen Stränden auf. Der berühmteste Strand ist der Anse Source d’Argent, an welchem bereits zahlreiche Werbe- und Filmaufnahmen gedreht wurden. Überall sieht man auf La Digue türkisblaues Meer, von Palmen gesäumte, weiße Sandstrände und nicht zuletzt die beeindruckenden Granitfelsen. Was La Digue von den beiden anderen Hauptinseln ganz besonders abhebt? Hier wird geradelt! Also, schwing dich rauf auf’s Rad und erkunde ganz entspannt und in deinem Tempo die gerade einmal 5×3 Kilometer große Insel. Wenn du gerne noch ein wenig mehr Bewegung hast, kannst du außerdem Teile der Insel zu Fuß erkunden, z.B. zu abgelegeneren, wilden Stränden wandern (die Anse Marron sollte allerdings nur mit Guide aufgesucht werden – bitte vorher informieren!).

Anse Source d'Argent

Anse Source d’Argent

Türkisblaues Meer, weißer Sand, Palmen und Granitfelsen – willkommen auf La Digue!

Radeln auf La Digue

Mahé

Zuletzt steht der Besuch der größten Insel an, welche auch den einzigen internationalen Flughafen der Seychellen beherbergt. Nach einigen Tagen an traumhaften Stränden ist es eine willkommene Abwechslung gemächlich durch die Straßen und Gassen der beschaulichen Hauptstadt Victoria zu schlendern, den Markt mit Fisch-, sowie Obst- und Gemüseständen zu besuchen oder einen bunten Hindu-Tempel zu besichtigen. Gleich im Anschluss darf es dann auch wieder zurück an die Strände gehen, denn auch Mahé ist mit diesen bestens ausgestattet. Aber auch wenn du nach mehr Abwechslung und Aktivität suchst, wirst du auf Mahé nicht enttäuscht werden. Die hügelige Insel bietet viele Wandermöglichkeiten und einige umwerfende Aussichten über die üppig bewachsene Insellandschaft.

Der Clock Tower in Victoria

Der Clock Tower in Victoria.

Mahé, Seychellen

Wunderschön – die Strände im Süden von Mahé.

Wandern auf Mahé – anstrengend, aber lohnenswert!

Nützliche Infos und Tipps für die Reiseplanung

Hier findest du relevante Informationen und Tipps für deine Reiseplanung.

Reisezeit

Das Klima auf den Seychellen ist vorrangig durch zwei Monsunzeiten geprägt: den Südostmonsun und den Nordwestmonsun. Grob kann man sagen, dass während des Südostmonsuns (etwa zwischen Mai und Oktober) die beste Reisezeit liegt, da dies die regenärmsten Monate sind. Während des Nordwestmonsuns, etwa in den Monaten Dezember bis April, herrscht demgegenüber auf den Seychellen Regenzeit. Nichtsdestotrotz sei gesagt, dass es natürlich auch während der Trockenzeit regnen kann – oft kurz, aber heftig – wie es eben meistens so ist, wenn die Landschaft so üppig und so grün ist wie auf den Seychellen. Die Temperaturunterschiede zwischen den Monaten sind im übrigen eher gering, da die Seychellen in Äquatornähe liegen. Im Grunde genommen kann man sagen: warm ist es immer.

Anreise

Der internationale Flughafen der Seychellen (SEZ) liegt auf der Hauptinsel Mahé, ganz in der Nähe der Inselhauptstadt Victoria. Von Deutschland aus bieten zahlreiche Airlines Flüge auf die Seychellen an. Meistens handelt es sich um Flüge mit Zwischenstopp. Wer Glück hat, ergattert einen Direktflug (beispielsweise von Frankfurt mit Condor). Die direkte Flugdauer von Deutschland auf die Seychellen beträgt etwa 10 Stunden.

Transfer (Fähre, Bus, Auto)

Zwischen den drei Hauptinseln gibt es einen regelmäßigen Fährverkehr. Fahrpläne findet man hier. Zwischen Mahé und Praslin gibt es außerdem die Möglichkeit einen kleinen Flieger zu nehmen. Dies ist sicherlich die schönere, aber leider auch teurere Option.

Auf Mahé und Praslin gibt es ein öffentliches Busnetz – eine günstige, authentische sowie abenteuerliche Möglichkeit, die Inseln zu erkunden. Wenn du es jedoch gerne ein wenig bequemer und flexibler hast, sei dir ein Mietwagen wärmstens ans Herz gelegt. Mit einem Preis von grob 40-60 Euro pro Tag sicherlich kein Schnäppchen, aber aus meiner Sicht dennoch jeden Euro wert um die Inseln freier zu erkunden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht den Mietwagen bereits vor der Reise, zumal die Anzahl von Mietwagen auf den doch recht beschaulichen Inseln beschränkt ist. Die Straßen auf Mahé und Praslin sind in der Regel gut ausgebaut, sind allenfalls schmaler und steiler, als das, was wir üblicherweise aus Deutschland gewohnt sind. Und Achtung! Auf den Seychellen herrscht Linksverkehr!

Auf La Digue ist der Transport um einiges einfacher. Hier leihst du dir einfach kostengünstig ein Fahrrad und bewegst dich damit entspannt über die kleine Insel.

Unterkünfte

Die Seychellen sind in vielen Köpfen immer noch ausschließlich als Luxusreiseziel verankert. Und ja, sicherlich gehören die Seychellen nicht zu den Low-Budget-Reisezielen. Dennoch gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an Unterkünften unterschiedlicher Preiskategorien, die eine Reise auf die Seychellen erschwinglicher machen. So findest du neben – nicht selten  luxuriösen – Hotels und Resorts auch zahlreiche Gasthäuser und Selbstversorger-Unterkünfte mit guten Standards. Eine genaue Kostenaufstellung findest du unten.

Sprache

Die offiziellen Amtssprachen der Seychellen sind Kreolisch, Englisch und Französisch. Wenn du englisch sprichst, solltest du keine größeren Schwierigkeiten haben, dich auf den Seychellen,  insbesondere auf den drei Hauptinseln, zurechtzufinden.

Sicherheit

Die Seychellen gelten immer noch als relativ sicheres Reiseziel. Vorrangig wird vor Kleinkriminalität gewarnt. Dennoch solltest du – wie woanders auch – Vernunft walten lassen (z.B. dich nicht im Dunkeln in abgelegenen Gebieten oder an einsamen Stränden aufhalten, keine Wertsachen unbeaufsichtigt am Strand liegen lassen, nicht zu viel Bargeld mitnehmen etc.). Ernst nehmen solltest du zudem die Warnhinweise vor gefährlichen Strömungen an einigen Stränden. Ich habe zahlreiche Menschen gesehen, die das ignoriert haben. Einigen kostet das jedes Jahr das Leben.

Geld

Auf den Seychellen zahlt man mit der Seychellen Rupie (SCR). Geld kannst du nach der Ankunft am internationalen Flughafen in Mahé oder in einer kleinen Wechselstube am Fährterminal umtauschen. Außerdem gibt es auf den drei Hauptinseln Banken und Bankautomaten, an denen Geld abgehoben werden kann. Vielerorts, z.B. in Restaurants oder Hotels, ist es auch möglich, mit Kreditkarte zu zahlen.

Seychellen – individuell oder über einen Reiseveranstalter buchen?

Meiner Meinung nach stellt das Individualreisen auf den Seychellen kein Problem dar. Insbesondere erfahrene Individualreisende werden auch auf den Seychellen keine Schwierigkeiten haben. Flüge, Unterkünfte und ggf. ein Mietwagen sind – wie sonst auch – vor der Reise gut über das Internet oder alternativ über ein Reisebüro buchbar, die Tickets für die Fähren bekommst du handelsüblich an den Ticketschaltern der Fähranleger. Es gibt Super- oder Minimärkte, in denen du das Nötigste bekommst, sofern du nicht durchgängig in der Unterkunft verpflegt wirst.

Die Reise über einen Reiseveranstalter zu buchen, spart hingegen Zeit, kann bequemer sein oder auch mehr Sicherheit geben. Hier ist ein Seychellen-Spezialist wie Seyvillas zu empfehlen, worüber auch ich diesmal (ausnahmsweise) Unterkünfte sowie Fähren gebucht habe. Ich selbst hätte das rückblickend nicht gebraucht, mir wäre mehr Flexibilität am Ende wichtiger gewesen.

Kostenaufstellung

Bei den Seychellen sicherlich eines der wichtigsten Themen: das Reisebudget. Hier ist eine beispielhafte Aufstellung unserer Reisekosten (für 2 Personen):

Kosten für 2 Personen
Hin- und Rückflüge Frankfurt-Mahé (SEZ) mit Condor 1100 €
Rail & Fly 120 €
Hotel auf Praslin mit Frühstück (5 Nächte) 625 €
Selbstversorgerunterkunft auf La Digue mit Frühstück (4 Nächte) 570 €
Gästehaus auf Mahé mit Frühstück (5 Nächte) 572 €
alle Transfers (alle Fähren zwischen den Inseln, Bus und Taxi vom Flughafen bzw. Bootsanleger zu den Unterkünften) 526 €
optional: Mietwagen (3 Tage auf Praslin und 4 Tage auf Mahé) 385 €
GESAMT 3898 €

Demnach lagen die Reisekosten pro Person bei 1949 Euro (für 14 Nächte auf insgesamt 3 Inseln, mit Frühstück, Mietwagen und allen Transferkosten).

Was die Reisekosten nochmal erheblich anheben kann, ist das Essen in Restaurants. Das ist auf den Seychellen ein teures Vergnügen. Kosten einsparen kannst du hier mit günstigen und guten Take Aways mit kreolischer Küche oder mit Selbstverpflegung.

Fazit

Mit Stränden, die zu den schönsten der Welt gehören, üppigem Dschungel, unvergesslichen Tierbegegnungen, entspannter Inselatmosphäre und freundlichen Menschen wird eine Reise auf die Seychellen zu einem einzigartigen und wirklich lohnenswerten Erlebnis!

Einzige Warnung: wenn du danach beispielsweise wieder an europäische Strände fährst, magst du vielleicht enttäuscht sein. 😉

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1 Kommentare

  1. Schöne Zusammenstellung, vor allem auch wegen den Preisen. Was mich in Anbetracht dessen, dass die Unterkünfte ja der grösste Posten sind: Wie gut waren denn die Hotels? Und liesse sich da mit günstigeren Unterkünften allenfalls die Kosten noch ein bisschen senken?

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