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Praslin (Seychellen): Reisetipps und die besten Sehenswürdigkeiten der Trauminsel

Praslin

Praslin gehört neben Mahé und La Digue zu den drei Hauptinseln der Seychellen und stellt mit einer Größe von 12 x 5 Kilometern die zweitgrößte dieser Inseln dar. Aus einem klassischen Inselhopping auf den Seychellen ist Praslin nicht wegzudenken. Ganz besonders zieht es Besucher wegen der traumhaft schönen Strände nach Praslin, die vielfach (zu Recht!) zu den schönsten der Welt gekürt wurden. Daneben begeistert Praslin aber auch mit üppigem Grün im Inselinneren, der größten Nuss der Welt und Ausflügen mit tierisch schönen Begegnungen.

In meinem Artikel findest du Tipps zur Anreise und zum Transport auf Praslin und eine persönliche Unterkunftsempfehlung. Außerdem verrate ich dir, welche Sehenswürdigkeiten – natürlich inklusive der besten Strände auf Praslin – du auf keinen Fall verpassen darfst.

Anreise nach Praslin

Wenn du von Deutschland anreist, wirst du auf Mahé, der größten Hauptinsel landen, welche über den einzigen internationalen Flughafen der Seychellen (SEZ) verfügt. Wenn du vom Flughafen direkt nach Praslin weiterreisen möchtest – bei einem Inselhopping würde ich dir das empfehlen – hast du zwei Möglichkeiten:

  • Anreise nach Praslin mit der Fähre: Sofern du nicht bereits von Deutschland aus einen Transfer gebucht hast, nimmst du am internationalen Flughafen ein Taxi zum Fährterminal in Victoria (Dauer ca. 15 Minuten), wo die „Cat Cocos“-Fähre in Richtung Praslin dreimal pro Tag ablegt. Die genauen Fahrpläne kannst du hier einsehen. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde und kostet circa 50 Euro.
  • Anreise nach Praslin mit dem Flugzeug: Alternativ kannst du vom Flughafen mit einem Flieger von Air Seychelles direkt nach Praslin weiterfliegen. Dies ist zwar die etwas teurere (ca. 70 Euro pro Strecke), aber auch die schnellere (ca. 20 Minuten) und wahrscheinlich schönere Option, nach Praslin zu reisen.

Transport auf Praslin

Auf Praslin gibt es ein öffentliches Busnetz – eine günstige, authentische und abenteurliche Art die Insel zu erkunden. Für das größtmögliche Maß an Flexibilität ist es aber empfehlenswert einen Mietwagen zu nehmen (ca. 50-60 Euro pro Tag). Die Straßen auf Praslin sind in der Regel gut ausgebaut und der Verkehr zumeist übersichtlich, was das Fahren im Linksverkehr erleichtert. Vorsicht beim Parken unter Palmen! Herunterfallende Kokosnüsse machen nämlich unschöne und teure Dellen in das Autodach.

Unterkunftsempfehlung für Praslin: Chalets Cote Mer

Viele gehen davon aus, dass man auf den Seychellen nur in teuren Resorts und Luxushotels unterkommt. Obwohl diese ohne Zweifel auf den Seychellen zu finden sind, gibt es hier mittlerweile dennoch eine Auswahl an Unterkünften in ganz verschiedenen Preiskategorien: vom luxuriösen 5-Sterne-Hotel bis hin zum einfachen Gasthaus. Für Praslin liegt meine persönliche Unterkunftsempfehlung irgendwo zwischen diesen beiden Optionen.

Das Gasthaus „Chalets Cote Mer“ befindet sich im Südosten von Praslin, direkt in der Baie St. Anne. Die klimatisierten Zimmer und Apartments liegen inmitten eines wunderschönen Gartens mit duftenden, bunten Blumen, Banenenpalmen und einem traumhaften Ausblick auf das türkisblau schimmernde Meer. Neben einem Restaurant mit Meerblick gibt es zudem einen kleinen Infinitiy-Pool. Leider gibt es keinen Strand in unmittelbarer Nähe, stattdessen gibt es aber eine Terrasse, auf der man es sich auf gepolsterten, bequemen Liegen mit Meerblick gutgehen lassen kann und von der aus ein Treppenzugang direkt ins Meer führt. Die Zimmer und Apartments sind mit Frühstück oder mit Halbpension buchbar. Unsere Kosten für die Unterkunft beliefen sich auf 125 Euro pro Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück, also auf circa 60 Euro pro Person und Tag. Wir haben uns hier pudelwohl gefühlt und würden auf jeden Fall wiederkommen.

Praslin Hotel Chalets Cote Mer

Weg durch den Garten mit Ausblick auf das Meer und auf Praslin

Praslin Hotel Chalets Cote Mer

Infinity-Pool und Restaurant mit Meerblick

Praslin Hotel Chalets Cote Mer

Direkter Treppenzugang ins Meer von der Terrasse aus

Die Top 3 Sehenswürdigkeiten auf Praslin

#1 Valleé de Mai

Inmitten der Insel liegt der Nationalpark Valleé de Mai, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört und der eines der beliebtesten Ausflugsziele der Seychellen ist. Hier kannst du auf kurzen oder auch auf etwas längeren, gut gepflegten und ausgeschilderten Pfaden durch grünen, dichten Palmenwald spazieren, die einzigartige Flora und Fauna bestaunen oder auch exotische Tiere sehen. Im Valleé de Mai findest du auch die endemische Seychellenpalme Coco de Mer, die nur auf Praslin und auf Praslin’s Schwesterninsel Curieuse wächst und deren Samen – eine Art Nuss – die größten der Welt sind. Die Form der Nüsse ist übrigens recht amüsant. Die weibliche Nuss gleicht nämlich einem Frauen-Popo, die männliche Nuss einem Phallus (überzeugt euch selbst auf den Bildern unten). Vielleicht mag das auch erklären, dass den Nüssen aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird. 😉

Das Vallée de Mai ist gut ausgeschildert. Du erreichst den Park mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Bus. Der Eintrittspreis in den Park beträgt rund 25 Euro.

Dichter Palmenwald im Vallée de Mai

Valleé de Mai Praslin

Die männliche Form der Coco de Mer

Der reife Samen der weiblichen Form der Coco de Mer – im übrigen auch das Symbol der Seychellen!

#2 Die Insel Curieuse

Nicht direkt auf Praslin, aber dennoch ein Muss: ein Ausflug auf die nur drei Quadratkilometer große Insel Curieuse, die nur wenige hundert Meter vor Praslin liegt. Im Gegensatz zu Praslin verfügt Curieuse kaum über Infrastruktur. Stattdessen gibt es hier noch unberührte, wild wuchernde Natur, die Coco de Mer Palme, schöne Strände und – das Highlight –  frei lebende Riesenschildkröten!

Anreise nach Curieuse

Du kannst dich zwischen einer organisierten Tour (oft mit BBQ) und einem Ausflug auf eigene Faust entscheiden. Bei letzterem bezahlst du nur das Wassertaxi nach Curieuse sowie eine Gebühr für den Besuch der Insel (für alle Besucher bei Ankunft auf der Insel obligatorisch). Beide Optionen starten in der Regel an der Anse Volbert. Hier findest du verschiedene Anbieter von Wassertaxen, die dich auf die Insel bringen und dich zu einer vereinbarten Zeit dort auch wieder abholen. Machst du den Ausflug auf eigene Faust, ist es empfehlenswert, das Wassertaxi erst bei der Abholung von der Insel zu bezahlen.

Bei der kurzen Bootsüberfahrt nach Curieuse geht es vorbei an der kleinen, unbewohnten Insel St. Pierre, wo es nach Absprache auch möglich ist, einen Schnorchel-Stopp einzulegen.

Insel St. Pierre

Insel St. Pierre

St. Pierre

St. Pierre

Aktivitäten auf Curieuse

Auf Curieuse setzt dich das Wassertaxi wahrscheinlich an der Laraire Bucht ab, wo sich eine Schildkröten-Farm befindet. Hier bewegen sich beeindruckende Riesenschildkröten gemächlich über den Sand und die Wiesen. Sie sind sogar recht zutraulich, lassen sich vorsichtig anfassen und am allerliebsten mit saftigen Blättern füttern. Da es hier auch eine Aufzuchtstation gibt, ist es außerdem möglich, die Tiere in unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstadien zu sehen – von ganz klein und jung bis groß und uralt.

Ankunft auf Curieuse

Frei umherkriechende Riesenschildkröten auf Curieuse

Von der Schildkrötenfarm aus geht es dann auf eine kurze, etwa 2 Kilometer lange Wanderung zur Bucht Anse St. José, wo du dich bestenfalls auch von deinem Bootstaxi später wieder abholen lässt. Der Beschilderung in Richtung „Doctor’s House“ folgend, führt der Weg über Felsen, Stufen, gut sichtbare Pfade und Holzstege durch üppige Natur und Mangrovenwälder, in denen unzählige Krabben zwischen ihren Erdlöchern hin und her flitzen. Aber keine Sorge, Wanderschuhe sind hier nicht vonnöten, im Notfall tun es auch die Flip Flops.

Am Anse St. José angekommen, gibt es ein kleines Museum im „Doctor’s House“, welches über die Historie der Insel Curieuse informiert, die von 1833 bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Quarantäne-Insel für Lepra-Kranke genutzt wurde. Das Arzthaus und ein paar Ruinen erinnern heute noch an diese Zeit.

Für die verbleibende Zeit auf Curieuse bietet sich anschließend ein Sonnenbad am unmittelbar angrenzendem Strand an. Einziger kleiner Haken: einsam ist der Strand nicht, da die Insel als Ausflugsziel (aus nachvollziehbaren Gründen) sehr beliebt ist. Dennoch lässt es sich hier gut auf das Wassertaxi warten, was dich nach einem einzigartigen Tag zurück nach Praslin bringt.

# 3 Beach-Hopping

Ein unumstrittenes Highlight auf Praslin sind die paradiesischen Strände. Weißer Puderzuckersand, Palmen und türkisblaues Meer – was will man mehr? Wer einen Mietwagen hat, ist sicherlich am flexibelsten, von einem Strand zum nächsten zu gelangen und seinen ganz persönlichen Lieblingsstrand zu finden. Zu meinem ist am Ende die Anse Cimitière geworden, ein kleiner Strand im Süden von Praslin in der Nähe des Hotels „Coco de Mer & Black Parrot Suites“. Zufall oder nicht, wir hatten den wunderschönen Strand, wo das Meer flach und ruhig ist, stundenlang ganz für uns alleine.

Hier sind ein paar Eindrücke von Praslin’s  Traumstränden:

Anse Lazio Praslin

Anse Lazio – einer der schönsten und beliebtesten Strände auf Praslin im Norden der Insel

Anse Lazio Praslin

Granitfelsen am Anse Lazio

Anse Lazio Praslin

Anse Lazio

Anse Volbert Praslin

Anse Volbert (Cote d’Or) – in der Nähe des langen Strandabschnitts findet man viele Shops, Hotels und Gasthäuser

Strand Praslin

Strandabschnitt im Nordwesten von Praslin

Anse Marie-Louise

Anse Marie-Louise im Süden von Praslin

Anse Cimitière Praslin

Mein ganz persönlicher Favorit: Anse Cimitière

Anse Cimitière Praslin

Anse Cimitière – (m)ein Traumstrand im Süden von Praslin

Fazit

Wenn du ein klassisches Inselhopping auf den Seychellen planst, ist Praslin ein Must-Visit! Um die Insel in all‘ ihren schönen Facetten zu erkunden und zu genießen, solltest du unbedingt mehrere Tage einplanen (5-7 Tage wäre meine Empfehlung). Mein Herz hat Praslin im Sturm erobert: von den drei Hauptinseln war sie meine Lieblingsinsel!

 

Warst du auch schon einmal auf den Seychellen? Welche Insel hat dir am besten gefallen und welcher Strand war dein Favorit?

Hinweis: Der Artikel enthält (unbezahlte) Werbung (z.B. Ortsnennung, Hotelempfehlung) aus Überzeugung. Meine Reise war selbst bezahlt und nicht gesponsert.

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