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Curaçao – Niederlande meets Karibik

Curaçao – vielleicht erinnert ihr euch noch an diesen blauen Likör, der den Mund so färbt, als hätte man an der falschen Seite des Tintenfüllers gekaut? Und nicht einmal schmecken tut er, dieser Likör, wenn ihr mich fragt.  Aber Curaçao ist mehr als ein Tropfen blaufarbigen Alkohols. Es ist eine Insel am untersten Ende der Karibik, die – tatsächlich – zu den Niederlanden gehört. Die Wahl auf Curaçao als Reiseziel fiel eher spontan durch ein gutes Flugangebot und ein dringendes Verlangen nach einem erholsamen Urlaub. „Was kann an einer karibischen Insel schon falsch sein?“, dachte ich. In meiner Vorstellung lag ich bereits unter Palmen, auf feinkörnigem, weißen Sand und lauschte den sanften Wellen des karibischen Meeres.

Wandern auf Curaçao – Christoffel National Park Mountain Trail

Schließe doch einmal die Augen und denke an eine karibische Insel. Was siehst du? Lass mich raten: einen Traumstrand mit feinem, weißen Sand, azurblauen, klaren Meer und ein paar Palmen, deren große, grüne Blätter sich sanft in einer leichten Brise bewegen? Ganz ehrlich, da geht es mir nicht anders. Aber da ich schon beim Vulkanwandern auf St. Lucia, festgestellt habe, dass das bei Weitem nicht alles ist, was eine Karibikinsel zu bieten hat und ich mich zugegebenermaßen nach ein paar Tagen am Strand nach Abwechslung sehne, habe ich mich auch auf Curaçao auf die Suche nach etwas Anderem begeben und mich meiner neu entdeckten Leidenschaft – dem Wandern – hingegeben.

Ein Juwel im Westen Curacaos – Landhuis Klein Santa Martha

Es sind 9 Uhr am Morgen. Ich sitze auf der bereits von Sonnenschein verwöhnten Terrasse. Ein starker schwarzer Kaffee duftet neben mir, die frisch gebackenen Pancakes mit Marmelade und Erdnussbutter habe ich bereits verschlungen. Eine leichte Brise weht mir um die Nase, die Sonne wärmt mir den Nacken. Mein Blick ist auf den wunderschönen Santa Martha Bay gerichtet. Das Wasser ist ruhig und von einer lebendigen, türkisblauen Farbe, die hügelige Landschaft drum herum wirkt im Kontrast dazu eher karg, trocken und wild. Große Kakteen prägen das Bild.

Washington D.C. an einem Tag

Da Washington D.C. – in amerikanischen Verhältnissen gedacht – ja nur einen „Katzensprung“ von New York City entfernt ist, unternahm ich während einer NY-Reise im Sommer einen Tagestrip nach DC. Für etwa 40 Dollar ging es mit Megabus morgens hin und am Abend zurück, etwa vier Fahrtstunden pro Strecke. Vier eisigkalte (!) Fahrtstunden! Egal wie heiß die Temperaturen außerhalb des Busses sein mögen, ich empfehle unbedingt warme Kleidung einzupacken, denn die Klimaanlage im Bus läuft mit Sicherheit auf Hochtouren. Ich habe regelrecht schlotternd in Washington den Bus verlassen. Der Kälteterror war dann zugegebenermaßen aber schnell vergessen, als ich schon wenige Schritten vom Busparkplatz entfernt, einen ersten Blick auf das Capitol erhaschen konnte, was wirklich imposant ist.

Florida – The Sunshine State

Nachdem ich in jungen Jahren bereits eine Weile in Florida  verbracht hatte, kehrte ich auch später noch mehrfach dorthin zurück um Freunde wieder zu treffen und floridianische Sonne zu tanken. Mittlerweile war ich in den Everglades, in Miami, Orlando, Gainesville, St. Augustine, Fort Myers, Sanibel Island und in Naples.  Alles hat seinen Reiz, aber nur ein einzelner dieser Orte hätte für meinen Geschmack doch zu wenig zu bieten um einen ganzen Urlaub dort verbringen zu wollen. Die interessantere Alternative ist es da wohl, einen Mietwagen zu nehmen und auf eine Rundreise durch Florida zu gehen!

San Francisco – It’s definitely something else

San Francisco ist eine fantastische Stadt. Sie ist einfach anders. Ich hätte deutlich länger als die eine Woche, die ich in SF verbracht habe, gebraucht, um die Stadt in ihrer Gänze zu erfassen und zu verstehen. Nur wollte ich einfach alles sehen und zwar alles auf einmal: von den verschiedenen Stadtvierteln, über Alcatraz bis hin zum Yosemite National Park.  Das hatte zur Folge, dass ich nach einer Woche tatsächlich eine Menge gesehen hatte, aber in dieser wunderbar vielseitigen Stadt, mit ihrem besonderen Flair, kaum wirklich angekommen war (oder mein Herz zuvor schon an eine andere Stadt verloren hatte – oh, New York).

Kuba Rundreise – ¡Hasta siempre, Comandante!

Ich weiß nicht, wie die Idee so plötzlich und dringlich aufkam – vielleicht nachdem ich Dirty Dancing 2 gesehen hatte (so schlecht ist der Film gar nicht!) oder nachdem ich meine Buena Vista Social Club-CD nochmal herausgekramt hatte – aber das nächste Reiseziel stand schnell fest. Rum, Zigarren, Salsa, Lebensfreude, der Malecón, Che Guevara, Revolución, Buena Vista Social Club, Havanna…Kuba! Und so stand ich Ende Januar 2012 am Flughafen von Varadero, startklar für eine 2,5-wöchige Rundreise durch dieses faszinierende Land.

Grand Canyon. Grand impressions.

Ich war mir damals wirklich nicht sicher, ob ich einen der nur wenigen Tage in Las Vegas für einen Tagesausflug zum Grand Canyon abzwacken wollte. Der Helikopter-Flug zum und über den Grand Canyon war mir eindeutig zu teuer und bei der Bustour, die auch noch über 130 Dollar kostete, sollten von einer elfstündigen Tour schon acht Stunden für die reine Busfahrt draufgehen. Letztendlich entschied ich mich nach einem längeren Hin und Her aber doch dazu,  diese Strapazen auf mich zu nehmen. Ich hatte einfach schon so oft gehört, wie beeindruckend der Grand Canyon sein soll. Und nun wollte ich mich selbst davon überzeugen.  

St. Lucia oder „Honeymooners, get out of my WAY!“

Nach zehn Tagen Barbados ging es mit einem Propellerflieger von LIAT weiter nach St. Lucia. Nicht selten wurde ich vor meiner Reise gefragt „Warum St. Lucia?!“ (zumindest nachdem „Sankt was?!“ beantwortet war). Ganz einfach. Bei völlig planlosen Recherchen nach einem neuen Reiseziel, bin ich bei Google auf ein Foto der beiden Pitons (Vulkanhügel) – eingebettet in eine grüne Insel und umgeben vom karibischen Meer – gestoßen, war sofort fasziniert und wusste „Da muss ich hin!“. Und tataaa! Da bin ich!